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Bei dieser Tafelrunde am 30.9.2026 im stimmungsvollen Kellergewölbe des Il Cavalluccio ging es darum, zwei spannende Weinbaugebiete des Burgenlandes kennen zu lernen. Leithaberg DAC gibt es seit 2008 mit 50 Winzern und insgesamt fast
3.000 ha - und Rosalia DAC, erst seit 2017, mit nur acht Winzern und 241 ha umfasst das Gebiet des politischen Bezirks Mattersburg nicht einmal ein Zehntel der Rebfläche von Leithaberg DAC, hat aber mit dem Rosé aus Blaufränkisch-Trauben den einzigen Rosé-DAC Österreichs - und damit ein Alleinstellungsmerkmal. 

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Los ging die Tafelrunde mit drei Weißweinen aus dem Gebiet Leithaberg DAC, wo Weißburgunder, Chardonnay, Neuburger, Grüner Veltliner oder eine Cuveé dieser Sorten DAC klassifiziert sind, dazu noch Blaufränkisch bei Rotwein. Der CH Jungenberg Leithaberg DAC vom Weingut Markus Altenburger aus Jois wurde in den Jahrgängen 2023 und 2019 verkostet (12 und 12,5 vol%). In Beton vergoren, 15 Monate im großen Holz gelagert und unflitriert abgefüllt zeigte sich dieser Wein in der Jugend Hellgelb, leicht nussig, fruchtig, blumig und frisch, im Alter dann Goldgelb, saftig, mit deutlichem Ananas-Aroma, reif und rund. Der Preis: € 35.00.

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 Als "Pirat" war der CH 2017 vom WG Kollwentz Ried Tatschler, allerdings ohne DAC-Klassifizierung, vom Leithaberg mit dabei. Mit 14 Vol% kräftig, rund, rauchig, mit Aromen vom gelben Apfel und dezentem Holzeinsatz (Barrique) um € 65.00. Den Abschluss der Weißen aus Leithaberg DAC bildete der WB Alte Reben 2025 von Michael Kirchknopf aus Kleinhöflein mit 12 vol%. Ein klassischer WB mit leichten Zitrusnoten, grünem Apfel, frisch und fruchtig um € 12,50. Vom gleichen Weingut wurde später noch der BF DAC Ried Völlichberg 2022 mit 14 vol% verkostet. Mit Maischegärung im Bottich, dann 24 Monate im 500 l Holzfass ausgebaut, mit feinen Tanninen, Weichselnoten, Vanille und 95 Falstaff-Punkten ausgezeichnet.

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Dann war es soweit, der BF Rosé DAC vom Weingut Migsich aus Antau (20 km von Mattersburg) war im Glas. Mit dem typischen Etikett mit der Zwergohreule, dem "Wappentier" des Rosalia Rosé DAC. Jahrgang 2024, 12,5 vol% mit deutlichem Himbeeraroma sehr trinkfreudig und frisch um nur € 8.00. Vom Weingut Anton Piribauer aus Neidörfl dann "The Origin of Rosé" 2025 mit 13 vol% und dem gleichen Etikett - wie alle Rosalia Rosé DAC-Weine. Lachsrosa, mit Bukett nach roten Beeren /Ribisel, frischer Struktur, zarter Kräuterwürze und feiner Fruchtsüße um € 12,90. 

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Rosalia DAC gibt es aber auch in Rot, und zwar BF wieder vom Weingut Migsich, das 20 ha bewirtschaftet. Der Jahrgang 2023 hat 13 vol%, 3,2 gRZ, 5 gS, ist Rubinrot, frisch und klar, mit Weichsel- und Maulbeeraromen, etwas schwarzem Pfeffer, rein im Stahltank ausgebaut. Der Preis: € 9.00. Um € 25.00 gibt es die BF Reserve Rosalia DAC 2021 vom Weingut Alfred Fischer aus Stöttera. Seit 1931 in 3. Generation geführt zeigt sich der Wein mit 14 vol% in tiefem Rubingranat, mit Aromen nach dunklen Beeren, Herzkirschen und schöner Röstwürze. Ausgezeichnet mit 91 Falstaff-Punkten.

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Den Abschluss bildete dann wieder Leithaberg DAC, wo neben dem bereits erwähnten BF vom WG Kirchnknopf auch der BF St. Georgen vom seit 1758 bestehenden Weingut Esterhazy verkostet wurde. 21 Weingärten werden auf 65 ha rund um Eisenstadt bewirtschaftet, seirt 20 Jahren steht das moderne Keller- und Verkaufsgebäude in Trausdorf.  Aus Trauben von bis zu 40 Jahre alten Rebstöcken wird der BF St. Georgen gekeltert, der sich beim JG. 2019 mit 14,5 vol% Purpurrot im Glas zeigte. Mit Aromen nach Brombeeren und Schwarzkirsche, straff, mit reifen, kernigen Tanninen und gut eingebundenem Holz in 500 l Fässern aus Leithabergeiche ausgebaut. 

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Fazit: die vinophile Reise ins Burgenland bestätigte die Qualität der Weine vom Leithaberg DAC, überraschte aber durchaus positiv bei den eher unbekannten DAC-Weinen aus dem Gebiet Rosalia. Und so erfüllte auch diese Tafelrunde ihren Zweck voll: Neues zum Thema Wein zu lernen, zu verkosten, erriechen und erschmecken. Man darf sich  auf die nächste Tafelrunde freuen - und sich vielleicht auch etwas mehr Beteiligung wünschen.

Text und Fotos: Christian Stöger

 

 

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