
Gegründet am 24. Mai 2008 in Wien sind die St. Urbanus Weinritter ein Ordenskollegium, das für die Förderung der Weinkultur, der wissenschaftlichen Forschung zum Thema Wein, für die Förderung der Kunst und Kultur sowie der Freundschaft und Geselligkeit eintritt. Sie bekennen sich zum geistigen Erbe des Abendlandes und zu den ritterlichen Tugenden wie Tapferkeit, Mut, Wahrhaftigkeit, Güte, Demut und Nächstenliebe.
Bei dieser Tafelrunde am 30.9.2026 im stimmungsvollen Kellergewölbe des Il Cavalluccio ging es darum, zwei spannende Weinbaugebiete des Burgenlandes kennen zu lernen. Leithaberg DAC gibt es seit 2008 mit 50 Winzern und insgesamt fast
3.000 ha - und Rosalia DAC, erst seit 2017, mit nur acht Winzern und 241 ha umfasst das Gebiet des politischen Bezirks Mattersburg nicht einmal ein Zehntel der Rebfläche von Leithaberg DAC, hat aber mit dem Rosé aus Blaufränkisch-Trauben den einzigen Rosé-DAC Österreichs - und damit ein Alleinstellungsmerkmal.
Nach der ersten Stephansdom-Führung am 21.3.2026 (siehe auch Artikel "Stephansdom: von ganz unten nach ganz oben") war es am 19.9.2026 neuerlich soweit: 23 Mitglieder und Gäste des St. Urbanus Ordenskollegiums nahmen auch diesmal an der launig-humorvollen Stephansdom-Führung durch Florian Bauchinger teil. Diesmal hieß es allerdings "Von ganz oben nach ganz unten"!

Nach einem Rekord-Hitzesommer fand das Konventikelfest der Wiener Weinberge am 30.8.2026 auch noch bei sehr sommerlichen Temperaturen in den Blumengärten Hirschstetten statt. Zahlreiche Mitglieder und Gäste waren gekommen, um dabei zu sein, als Frau Stephanie Schmid neu in den Orden aufgenommen wurde. Pfarrer Franz leitete die feierliche Zeremonie und sorgte mit dem Hinweis auf die zahlreichen Bibelstellen, in denen der Wein vorkommt, für manchen Lacher. Fröhlich und gut gelaunt wurden danach auch die Weine der Ordenswinzer verkostet.

Die Weinlese um 1/3 weniger
Die Folgen des Klimawandels machen sich in der österreichischen Weinwirtschaft heuer besonders bemerkbar. Wegen Trockenheit und hoher Temperaturen hat die Weinlese 2026 in einigen Weinbaugebieten im Osten bereits Mitte August begonnen – deutlich früher als in vielen anderen Jahren. Aber es ist heuer auch klar, dass die Lese mengenmäßig um 28% kleiner ausfallen wird als 2025. Was die schwächste Lese seit 15 Jahren bedeutet.

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