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Von hier gab es einen herrlichen Blick auf Wien von oben - und während des Spazierganges entlang des Daches manche Einblicke in die Wiener Innernhöfe. Der 36 Meter hohe Dachstuhl des Stephansdomes ist heute eine Stahlkonstruktion, die die 1.200 Tonnen Lärchenholzstämme ersetzt hat, die beim Brand von 1945 vernichtet worden sind. Gedeckt ist das Dach mit 250.000 bunt glasierten Ziegeln, die von der Bevölkerung beim Wiederaufbau des Domes 1952 um je 5 Schilling das Stück als Spende gekauft werden konnten.

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Im Dachstuhl kann man auch die Heidentürme besichtigen, die sich neben dem Haupteingang des Domes erheben. "Die waren früher Teile der ursprünglichen romanischen Kirche, die bereits 1137 hier errichtet worden ist - aus Steinen des Römerlagers Vindobona. Daher der Name "Heidentürme". Die ist allerdings 100 Jahre später abgebrannt und ab 1304 wurde der Chorraum an die Reste der alten Kirche angebaut. Bis 1580 dann der Stephansdom in seiner heutigen Form fertig war", erzählt Bauchinger.

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Zurück im imposanten, 29 Meter hohen Kirchenschiff, wurde der gotische Wiener Neustädter Altar, der nach Kaiser Friedrich III. auch „Friedrichsaltar“ genannte Altar, besichtigt. Mit der Datierung auf 1447 ist er der älteste Doppelflügelaltar, der in Österreich noch erhalten ist. Gleich daneben befindet sich das Grabdenkmal von Rudolf IV., genannt der Stifter. "Er war Herzog von Österreich und während seiner Herrschaft wurde mit dem Ausbau der Kirche zu St. Stephan mit dem Spatenstich am 11.3.1359 begonnen. Am Portal hat er sich übrigens zusammen mit seiner Ehefrau Katharina verewigt", so Bauchinger.

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Sein Sarg befindet sich allerdings unterhalb des Grabdenkmals, zusammen mit seiner Frau in der Herzogsgruft. Anders beim sogenannten Friedrichsgrab von Kaiser Friedrich III. († 1493), welches erst nach einer langen Bauzeit von 40 Jahren fertig gestellt wurde. In dem 45 Tonnen schweren Sarkophag aus rotem Salzburger Marmor ruht tatsächlich Kaiser Friedrich III. 

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Dann ging's nach unten, in die Katakomben, und zwar zur Herzogsgruft. Hier ruhen auch die Urnen mit den Eingeweiden von 56 Habsburgern, darunter auch jene von Maria Theresia oder dem Herzog von Reichstatt. Gleich nebenan in der Bischofsgruft ist die letzte Ruhestätte der Wiener Bischöfe wie Kardinal Franz König († 2004) oder Theodor Innitzer († 1955). Hier unten liegen auch die Gebeine von 11.000 Menschen, manche vom ehemaligen Friedhof von St. Stephan.

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Von den Begräbnisstätten unter der Erde ging es wieder hinauf und hinaus auf den Stephansplatz zu den Fiakern - und weiter in die Champagner Bar "Le Cru", wo mit einem Glas Champagner Janisson Baradon Grande Reserve aus PN und CH mit
12,5 vol% und feiner Perlage angestoßen wurde. 

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Text und Fotos: Christian Stöger

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