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Seit 13 Jahren vergibt das St. Urbanus Weinritter Ordenskollegium desn Newcomer Award, am 24.6.2026 zum ersten Mal im neuen Multifunktionssaal der Wein- und Obstbauschule Klosterneuburg. Der gemeinsam mit der Schule von den Weinrittern verliehene Preis ist nach Aussage von Dir. Reinhard Eder "nach dem Palais Coburg und dem Stift Klosterneuburg nun wieder heimgekehrt." 54 Personen nahmen an der Prämierung der Siegerweine und der 7 Sieger teil, denn jeweils zwei Winzer waren je zwei Mal im Finale vertreten. Auch das erstmalig!

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In seiner Eröffnungsrede betonte Dr. Eder dann auch, dass "es notwendig ist, sich zum Genuss von Wein zu bekennen. Wein ist Kultur, ohne Wein gibt es auch keine Messe. Wein durchlebt gerade eine schwierige Zeit und es ist Aufgabe auch der Weinritter, den moderaten Genuss zu fördern und das Bewusstsein dafür zu schärfen." Dafür wurde auch der Newcomer-Award ins Leben gerufen, um Jungwinzer zu fördern, sie anzuspornen, ihre ersten selbst gemachten Weine einzureichen und erstmals ins Licht der Weinöffentlichkeit zu treten.

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Los ging's mit den Weinen der Kategorie "Weißweine Klassik" , die zu Garnelen auf Spargel gereicht und von den Gästen verkostet wurden, bevor die Jurywertung von Newcomer-Beauftragter, Ehrendame Ingrid Hamersky, und Dr. Reinhard Eder bekannt gegeben wurde. Platz 3 ging an Ernst Waltschek aus Kirchdorf in Tirol, dessen Muskateller 2025 allerdings aus Illmitz stammt, wo das Weingut seine Rieden hat. Verarbeitet werden die Weiner aber in Tirol. Platz 2 an Maximilian Frühwirth aus Klöch im Vulkanland für seinen Sauvignon Blanc DAC 2025. Siegerin dieser Kategorie wurde die regierende Weinkönigin Magdalena Niederl für ihren Gelben Muskateller DAC 2025 vom Weinhof Urbi. 

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Zu Rinderhüfte auf Erdäpfeltörtchen, Kräuterseitling und Rotweinjus wurden die Rotwein-Finalisten gereicht. Hier gab es mit einem Blauen Portugieser 2024 vom Johannes Honsig aus Platt im Weinviertel Platz 3. Honsig ist einer von drei Brüdern, die die 6 ha des Familienweinguts bewirtschaften - und sich allesamt auch als Musiker einen Namen gemacht haben. Doppelsieger wurde dann Michael Hecher aus Sooß in der Thermenregion, wobei sein Merlot Reserve 2023 mit 89 Falstaff-Punkten ausgezeichnet worden war und Platz 2 erreichte. Platz 1 belegte seine Cabernet Sauvignon Reserve 2023, die bereits 91 Falstaff-Punkte bekommen hat. 

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Zu Tonkabohnen-Pana Cotta mit Beeren und Schokocreme wurden die letzten drei Weine gereicht, und zwar in der Kategorie Weißweine Reserve mit mehr als 13 Vol% Alkohol. Und auch hier gab es mit Mario Vock aus Hohenruppersdorf im Weinviertel vom WG 10erVock einen Doppelfinalisten. Mit seinem Grünen Veltliner Weinviertel DAC Ried Gaisrupp 2025 belegte er den 3. Platz. Plantz 2 ging an Lisa Paschinger aus Fels am Wagram mit ihrem Gelben Muskateller Wagram DAC 2025. Und den Sieg holte sich Mario Vock mit der Chardonnay Selection 2023 mit sehr kräftigen 14 Vol%.

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 Hier noch die Verkostungsnotizen von Großkanzler Ritter Alexander Heider:

Weißwein Klassik:
Niederl/Gelber Muskateller DAC 2025: Traubiges Bukett, ein Hauch Hollunderblüten, Ananas, Zitrus, roter Apfel, gute Balance von Frucht und Säure, ein "Terrassenwein", macht Lust auf mehr.
Frühwirth/Sauvignon Blanc DAC 2025: Hollunderblüten, Frühlingswiese, Mittelgewichtig, sanft, mild, Zitronenzesten, gute Sortentypizität.
Waltschek/Muskateller 2025: duftige blühende Sträucher (Hollunder), Traubenzucker, Zitrusnote, langer Abgang.

Rotwein:
Hecher/CS Reserve 2023: Kräuterwürze, rote Beeren, zart, nach eingelegten Zwetschken, Kirschen, feine Edelholzwürze, langer Abgang, ein lebendiger Begleiter, eine Meisterleistung, wiederholt damit den Vorjahressieg mit CS Reserve 2022
Hecher/Merlot Reserve 2023: elegante feine Tannine, Kräuterwürze, Preiselbeeren, saftig, nussiger Nachhall, etwas nach Lagerfeuerholz, lang
Honsig/Blauer Portugieser 2024: sortentypisch, im großem Holz ausgebaut, viel Frucht, Zwetschke, rote Ribisel, Heidelbeeren, ein Hauch von Walnuss, elegant, mild, mittellanger vollmundiger Abgang.

Weißwein Reserve:
Vock/CH Selektion 2023: zunächst verhaltenes Bukett , geht mit der Zeit im Glas auf, immer noch jugendlich, Litschi, leicht nach Nuss, auch Würze, herbe und kühle Noten, dennoch Fülle, langer Abgang, noch jung, Lagerpotenzial.
Paschinger/Gelber Muskateller Wagram DAC 2025: intensiv nach Hollunder und Kamille, vollmundig, der Restzucker von 7,5g ist phantastisch eingebunden, die Säure puffert den RZ gut ab, langer Abgang, ein Bilderbuch von einem Gelben Muskateller.
Vock/GV Weinviertel DAC Ried Gaisrupp 2025: Zitronen, Grapefruit, Kräuterwürze, gelber Apfel, Ausbau im Akazienfass, toller außergewöhnlicher Grüner Veltliner.      

Text: Christian Stöger
Fotos: Peter Holzer

 

 

 

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