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Venezianischer Abend

Venedig war das Thema der kulturellen und vinophilen Reise, zu der am Dienstag, den 4. Oktober 2016, das Konventikel Wiener Weinberge in die Räumlichkeiten der HOB (Hausservice Objektbewirtschaftungs GesmbH) von Mitglied Dir. Ernst Bach geladen hat. Dabei gab es neben venezianischen Bildern, u.a. von zwei Mitgliedern des St. Urbanus Weinritter Ordenskollegiums auch Weiß- und Rotweine aus der Region Venetien zu verkosten.

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Nach dem Empfang mit leichtem Weißwein, einem Serprino aus dem Colli Euganei, und den Begrüßungsansprachen durch Gastgeber Ernst Bach und Prior Wolfgang Seipelt hatten die 17 anwesenden Mitglieder des St. Urbanus Weinritter Ordenskollegiums Zeit, die beeindruckenden Aquarelle mit venezianischen Motiven zu bewundern. Gemalt von Weindame Eva Maria Koller-Rohrschach und Ritter Karl Seidelmann.

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Die danach zu verkostenden Weine wurden von Lucio Manzo von der Barenoteca da Lucio präsentiert. Los ging's mit drei Weißweinen, einem Chardonnay, einem "fior d´arancio" (Muskateller) und einem Pinot Bianco aus dem Colli Euganei. Darauf folgten ein Merlot, ebenfalls aus dem Colli Euganei, ein Ripasso, ein Reciote della Valpolicella, beide von Remo Farina. Ein Spitzenwein war dabei der Amarone della Valpolicella Clasico 2012, vom Weingut Remo Farina. Gekeltert aus getrockneten Trauben der Sorten Corvina, Rondinella, Molinara und Corvinone, mit tiefem Rubinrot, schokoladig, samtig, fruchtig, sehr harmonisch. Als Digestif konnte man noch einen Aquavite von Nardini (50 %) verkosten.

Paralell zu den Weinen wurde auch die Weinregionen Venetien vorgestellt, in der Landesprache Veneto genannt. Mit seiner Touristenhochburg Venedig ist sie eine der beliebtesten Weinregionen Italiens. Sie wird im Osten von Friaul-Julisch Venetien, im Nordwesten von Südtirol-Trentino, im Westen von der Lombardei und dem Gardasee sowie im Süden von der Emilia-Romagna begrenzt. Das Gebiet zählt mit seinen knapp 75.000 Hektar Rebflächen zu den drei größten Weinregionen des Landes. Auf diesen Flächen werden vor allem die weißen Sorten Garganega, Glera, Pinot Grigio, Pinot Bianco, Trebbiano und mit steigendem Anteil Chardonnay sowie, für Rotweine, Rondinella, Corvina Veronese und zunehmend Merlot und Cabernet Sauvignon angebaut. Etwa ein Viertel aller in Italien erzeugten DOC- und DOCG-Weine werden hier in über 50, teils dicht nebeneinander liegenden Gebieten produziert. Damit liefert Venetien mehr von diesen Weinen als alle anderen Regionen Italiens.

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Lucio Manzo erzählte dann auch über die Bàcari, die ältesten und schönsten Lokale Venedigs - wo sich der Geist der Lagunenstadt noch erhalten hat, wo die Venezianer von früh bis spät ihren Wein trinken und wo es köstliche, seltene Gerichte zu entdecken gibt. Der "Giro de Ombre" – der Rundgang des Schattens, beginnt normalerweise um 11.00 Uhr vormittags, wenn so gut wie jeder erwachsene Venezianer sein erstes Gläschen schlürft. Und ein paar Gläschen ergänzt durch kulinarische Köstlichkeiten aus dem Veneto, ließen auch diesen venezianischen Abend dann stilvoll ausklingen.

Text: Ingrid Hamersky/Christian Stöger
Fotos: Karl Juris

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