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Das war der Newcomer Award 2019

Im gar nicht so verflixten 7. Jahr ist der NEWCOMER-Award des St. Urbanus Weinritter Ordenskollegiums, dessen Sieger am 12. Juni 2019 zum 2. Mal im rennomierten Wiener Palais Coburg prämiert wurden. Denn bei dieser 7. Durchführung der Jungwinzer-Prämierungen gab es den Rekord von 157 eingereichten Weinen von 55 Absolventen und Absolventinnen der Weinbauschule Klosterneuburg. An die hundert geladene Gäste waren dabei, als die Besten in den drei Kategorien Weissweine Klassik, Weissweine Reserve und Rotweine ausgezeichnet wurden. Dabei gab es so manche Überraschung!

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Mit Sekt der neuen Rebsorte Donauriesling von der Weinbauschule Klosterneuburg wurden die Gäste zur Newcpmer-Präsentation in den stimmungsvollen Kasematten des Palais Coburg empfangen. Acht Finalisten standen für neun herausragende Weine, die im Laufe eines exklusiven Dinners gereicht wurden - und zwar jeweils in Dreierflights der drei Kategorien. Um danach prämiert zu werden. Unter den Ehrengästen war neben Frau DI Karin Pühringer und ihrer POK Pühringer Privatstiftung auch der Wiener Wein-Präsident Norbert Walter mit dabei. Besonders interessiert zeigte sich der Chef-Somelier des Coburg und Falstaff Somelier des Jahres, Wolfgang Kneidinger, an den prämierten Weinen und Winzern. "Wir suchen immer wieder neue, tolle Produkte für unsere Weinkarte", so Kneidinger. Wer es also auf die Weinkarte des Palais Coburg schafft, der hat schon einen ziemlich großen Schritt Richtung Erfolg gemacht. Genau darum geht es ja auch beim Newcomer-Award der St. Urbanus Weinritter: ein Sprungbrett bieten und die Möglichkeit eröffnen, größeren Bekanntheitsgrad zu erreichen.

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Die drei Finalisten der Weissweine Klassik (siehe Newcomer Award - "Die Sieger") wurden zu mit Himbeeressig mariniertem Büffelmozzarella, frischem Himbeer-Waldkräutersalat mit gerösteten Pinienkernen eingeschenkt. Platz 3 belegte mit Florian Masser aus Leutschach in der Südsteiermark erstmals beim Newcomer-Award ein Steirer. Gewachsen in extremer Steillage auf Sand und Schottterboden, ausgebaut im Stahltank, ist der Sauvignon Blanc Sernauberg 2016 ein schönes Beispiel für einen reifen, runden und harmonischen Wein. 30 ha ist das Weingut Masser groß, seit 2 Jahren ist Florian im elterlichen Betrieb tätig, vor allem im Keller und in der Vermarktung. Platz 2 erreichte Matthias Reckendorfer mit seinem eleganten, leichten Muskateller Papagena 2018. Es ist dies Matthias erster eigener Wein im elterlichen Weingut in Ollersdorf im nordöstlichen Weinviertel. 10 ha Rebfläche umfasst der Betrieb, der sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Derzeit ist Matthias bei der Gardemusik und spielt Trompete und Flügelhorn. Sein Wein überzeugte mit einem intensiven Duft nach Orangenblüten, am Gaumen Mango und Vanille, mit feiner Extrasüße wurd er nur knapp geschlagen von Hannes Schweighofer. Der schaffte mit seinem GV Exklusiv Kirchlissln 2018 Platz 1 und damit den Sieg. Nur 3,5 ha umfasst der elterliche Betrieb in Zistersdorf im östlichen Weinviertel, doch Hannes hat sich zum Ziel gesetzt, ordentlich zu vergrößern und bis Ende nächsten Jahres auf 6 ha auszubauen. Seine Handschrift ist nicht nur am Wein, sondern auch am neuen Etikett "Schwoga" zu erkennen.

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Gehaltvolle Weissweine der Kategorie Reserve gab es dann zum gegrillten Doradenfilet mit sautiertem Babyspinat, glasiertem Sommerkürbis, glasierten Kichererbsen und Pernodschaum. Hier kamen die Finalisten gleich aus drei Bundesländern und da waren auch alte Bekannte dabei. Wie etwa Markus Lentsch aus Podersdorf am Neusiedlersee. 2016 erreichte er mit dem Blaufränkisch Lüss Platz 2 bei den Rotweinen, heuer schaffte er Platz 3 mit seiner Chardonnay Reserve 2017. 20 ha hat der elterliche Betrieb am Neusiedlersee. 2016, nach der letzten Newcomer-Prämierung, war Markus drei Monate in Südafrika, um sich weintechnisch weiter zu bilden. Das Ergebnis ist ein Landesieger und nun Platz 3 beim Newcomer. Platz 2 ging an Mathias Prugmaier aus Leibnitz in der Südsteiermark mit seinem Sauvignon Blanc DAC 2018. 10 ha werden am Weingut Assigal, so benannt nach Mathias Großeltern, bewirtschaftet. Miteinander arbeiten ist das Motto der Familie, und miteinander arbeiten steht auch für die Initiative sieben junger steirer Winzer, der "Sieme-Winzer", zu denen Mathias Prugmaier zählt. Der Sieger dieser Kategorie war ebenfalls ein bekannter Name: Markus Gindl. Im Vorjahr Doppelsieg in Klassik und Reserve, heuer Platz 1 mit seinem Chardonnay 2018. Nach dem Bundesheer arbeitet er seit 2018 voll im elterlichen Betrieb in Pillichsdorf im Weinviertel mit und bildet nach eigener Aussage ein gutes Team mit seinem Vater. Und ein offenbar auch sehr erfolgreiches.

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Zum Hauptgang des Abends, einem rosa gebratenem Beiried mit Eierschwammerlrahm, Fisolengemüse und gegrilltem Mais wurden die drei Rotwein-Finalisten eingeschenkt.

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Platz 3 ging hier an Anna Schwertführer vom WG Schwertführer 47er aus Sooß in der Thrmenregion. Nicht zu verwechseln mit den "Schwertführerinnen" Sigrid & Kerstin vom benachbarten WG Schwertführer 35. Mit ihrem Privat Cuveé 2017 aus CS und ME stellte sie die Qualität des "Weingut des Jahres" unter Beweis. "Privat heißt der Wein übrigens deshalb, weil er in unseren schönsten Fässern gereift ist", sagt Anna, die nach der Matura 2017 voll im elterlichen Betrieb mitarbeitet. Und dann die nächste Überraschung: Auf Platz 2 und Platz 1 der gleiche Name, der (fast) gleiche Wein. Leonhard Schödl aus Loidesthal im Weinviertel wurde 2. mit der Sandbergen Cuveé Reserve 2017, Platz 1 gab es für den gleichen Wein Jahrgang 2016. Die Mischung aus 40%CS, 30%ME und 30%ZW, jeweils 18 Monate in kleinen und großen Eichenfässern gereift, zeigte sich als 2017er noch etwas rassiger, wilder, der 2016er hingegen perfekt. Nach der Matura 2015 hat Leonhard mit seinem Vater und den zwei Geschwistern auf biologischen Weinbau umgestellt, was sich ausgezahlt haben dürfte. Denn mit dem Sandbergen 2016 belegte er auch bei der Landesverkostung NÖ Platz 3. 

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Der Newcomer Award 2019, von den St. Urbanus Weinrittern zusammen mit dem Verband der Klosterneuburger Önolgen und Pomologen und mit Unterstützung des Palais Coburg veranstaltet, war einmal mehr nicht nur ein gelungener Event, sondern auch ein Abend, an dem sich die Klasse und Qualität des heimischen Winzernachwuchses einmal mehr manifestierte. Und ein Versprechen für die Zukunft abgab.

Text: Christian Stöger
Fotos: Wolfgang Pucher

 

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