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Neujahrsempfang Cobenzl

Zur ersten Veranstaltung des Jahres, zum traditionellen Neujahrsempfang des St. Urbanus Ordenskollegiums, hat das Konventikel Wiener Weinberge am Montag, den 16. Jänner 2017, ins Weingut Cobenzl geladen. Etwa 50 Mitglieder und Gäste waren gekommen, um bei Wein, Buffet und Bleigießen das Weinjahr 2016 Revue passieren zu lassen, alte Kontakte aufzufrischen und neue zu knüpfen. Nach der Begrüßung von Prior Wolfgang Seipelt gab es sieben der 19 Weine des Weinguts zu verkosten.

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Im Weingut Cobenzl ging es um 17.30 Uhr mit dem Haussekt "Wiener Walzer" und Aufstrich-Broten los. Um 18.00 Uhr dann die offizielle Begrüßung durch den Prior des Konventikels Wiener Weinberge, Wolfgang Seipelt sowie den Hausherrn des Weinguts, Thomas Podsednik. Er zeiget sich mit dem Weinjahr 2016 durchaus zufrieden, denn glücklicherweise litt man nicht unter dem Mai-Frost. "Es war ein geiles Jahr, die Keller sind voll, Qualität und Menge stimmen", zeigte sich Podsednik nahezu euphorisch. Das Weingut Cobenzl hat im Juni 2016 übrigens als eines der ersten heimischen Weingüter die vom Österreichischen Weinbauverband entwickelte Nachhaltigkeits-Zertifizierung erfolgreich absolviert und damit die Auszeichnung „Nachhaltig Austria" erlangt.

Die Lese war 2016 spät, dauerte ganze acht Wochen bis in den November hinein. Der einzige 2016er, den es bereits zu verkosten gab, war der Wiener Gemischte Satz DAC mit 12,5%. Fest am Gaumen, prägnant, mit schöner Apfel-Birnenfrucht und langem Abgang.

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Intensiv und wuchtig zeigte sich der Grüne Veltliner 2015 aus der "Senator"-Linie des Hauses mit 13 Vol%. Gleich sieben verschiedene Sorten finden sich im Wiener Gemischten Satz Reisenberg 2015 wieder: Grüner Veltliner, Weißburgunder, Chardonnay, Rotgipfler, Traminer, Muskateller und Müller Thurgau. Wobei vor allem der Traminer geschmacklich deutlich hervorsticht. Als weitere Lagenweine gab es den Grünen Veltliner "Pfeffer" 2015 mit 13,5% zu verkosten. Gelesen zwischen 19 und 21 Zuckergraden, 90% davon im Stahltank, 10% in neuen Barriques vergoren. Diese blieben bis März 2016 auf der Feinhefe und wurden erst danach mit den 90% vermischt. Herausgekommen ist ein feinsinniger, tiefgründiger und fruchtig ansprechender Veltliner. Tiefgründig und vollmundig auch der Weißburgunder Seidenhaus mit intensivem Aroma und langem Abgang.

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Die Rotweine des Weinguts Cobenzl wachsen vor allem im 21. Bezirk (die Weißweintrauben im 19. Bezirk, ebenso wie der Pinot Noir) und zeigen sich kräftig und aromareich. Der Zweigelt Hofbreiten 2012 mit 13 Vol% war 24 Monate im Barrique, was man diesem eher leichten Zeigelt jedoch kaum anmerkt. Wuchtig und vollmundig dann der Cabernet Sauvignon 2012 mit 14 Vol%, mit € 16,00 allerdings auch eher im Hochpreissegement angesiedelt. Stolze € 24,00 muss man bereits für den Landessieger, die Cuvée "Atrium" 2012 bezahlen. Man bekommt dafür allerdings eine herausragende Rotweincuvée aus Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Zweigelt und Merlot mit 14 Vol%. Mit Sicherheit der beste Wein des Abends!

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Bei einem hervorragenden Buffet (Schweinsmedaillons in Pilzsauce mit Semmelknödel bzw. Fleischleibchen mit Erdäpfelpüree), einer erfolgreichen Wein-Tombola und dem beliebten Bleigießen ging der Abend bei angeregten Gesprächen nach 21 Uhr zu Ende. Fazit: Man darf sich heuer auf weitere gereifte Rote der Jahre 2012/2013, die nun in die Flasche kommen, freuen. Und auf weitere Veranstaltungen des St. Urbanus Weinritter Ordenskollegiums.

Fotos: Karl Juris
Text: Christian Stöger

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