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Weinreise Weinviertel

Frische DAC-Veltliner aus dem aktuellen 2014er Jahrgang gab es beim St. Urbanus-Ordenswinzer Martin Reiter in Sitzendorf an der Schmida zu verkosten. Für jenes Dutzend Weinritter des St. Urbanus Ordenkollegiums, die am 6. Juni 2015 ins Weinviertel gereist sind, um die Amethystwelt in Maissau und die Basilika Maria Dreieichen zu besuchen. Um danach regionale Köstlichkeiten und im Keller von St. Urbanus-Gründungsmitglied Günther Hödl auch so manche Rarität - wie etwa einen Muskat Ottonell Jahrgang 1983 - zu probieren.

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Erste Station der Weinreise des Konventikels Wiener Weinberge war die Amethystwelt in Maissai, wo 1845 bei Steinbrucharbeiten zufällig eine große Amethyst-Ader entdeckt worden ist. 1999 wurde die „Maissauer Amethyst GmbH“ mit der Stadtgemeinde Maissau als Hauptgesellschafter gegründet und nach systematischen Bodenuntersuchungen und Sondierungsgrabungen der gesicherte Verlauf einer Amethystader von ca. 400 m festgestellt - wobei eine Gesamtmächtigkeit des weltweit einzigartigen Bänderamethystes von etwa einem Kilometer angenommen werden kann. Einen Teil davon konnten die Urbanus-Weinritter in der „Amethystwelt“, einer Anlage aus Museum, Erlebnis- und Freizeitpark, besichtigen.

P1080880s Amethystader in Maissau


Weiter ging es zur Basilika Maria Dreieichen, einer römisch-katholischen Pfarr- und Wallfahrtskirche in der Gemeinde Rosenburg-Mold. Zum Dank für eine Gebetserhörung stellte im Jahre 1656 der Horner Kürschnermeister Matthias Weingartner eine Pieta aus Wachs bei einer dreistämmigen Eiche am Molderberg zur öffentlichen Verehrung auf. 1680 schnitzte Matthias Sturmberger aus Horn das heutige Gnadenbild der schmerzhaften Mutter Gottes aus Lindenholz. Am Ort des alten Andachtsbildes wurde 1733 eine Steinkapelle errichtet, welche 1735 auf Maria Dreieichen geweiht wurde. Um den großen Andrang der Wallfahrer bewältigen zu können, errichtete man zwischen 1744 und 1756 die prachtvolle barocke Kirche mit dem großen Kuppelfresko die "Himmlische Glorie" von Paul Troger. Es ist das letzte erhaltene und reifste Fresko Trogers, entstanden 1750.

P1080889s Basilika Maria Dreieichen

 

Nach einem Sektempfang bei Ordenswinzer Martin Reiter in Sitzendorf/Schmida lud St.Urbanus-Gründungsmitglied Günther Hödl in seinen Keller zu einer Altweinverkostung ein. Es gab einen 40 Jahre alten Weißburgunder, der in den alten kleinen Verkostungsgläsern (1/16) trocken, mineralisch und nach Honignoten geschmeckt hat. Der zweite Wein war ein Muskat Ottonell Jg. 1983, mit Pfirsich, Honig und zarten Melonenaromen. Im Abgang sehr angenehm, für sein Alter einfach ein wunderschöner Wein.

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Zu Schweinsbraten mit Knödel gab es danach einen Grünen Veltliner DAC 2014 und einen Blauen Portugieser 2013, die beide sehr sortentypisch waren. Ein vinophiles Erlebnis bot der Blaue Burgunder Reservere, Jg. 1989 vom Malteser Ritterorden. Dieser schmeckte nach Muskat, Honig und dunklen Beeren, zeigte sich tief im Aroma und lang im Abgang.

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Nach dem Essen ging es weiter zur Keltensiedlung am Sandberg nahe Roseldorf, wo es den Keltenwein "Sandberg" vom Weingut Zöchmann zu verkosten gab. Im Weingut selbst dann einen GV Weinviertel DAC und einen Zweigelt Classic. Danach ging es wieder zurück ins Weingut Martin Reiter, wo bei einer Jause mit einem Riesling 2014 und einem Roter Traminer diese Reise ihren Abschluss fand.

Text: Ingrid Hamersky, Christian Stöger
Fotos: Ingrid Hamersky 

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